10 Sehenswürdigkeiten in der Normandie: was muss ich gesehen haben?

18 März, 2024 | Update: 11/03/2025

Ein Campingurlaub in der Normandie ist ein vielseitiges Erlebnis. Eben noch sitzt ihr in einem gemütlichen Restaurant in einer malerischen Stadt wie Honfleur, und im nächsten Moment steht ihr an den geschichtsträchtigen Landungsstränden des D-Days. Diese und viele weitere Sehenswürdigkeiten machen die Normandie zu einem Reiseziel, in dem es für die ganze Familie viel zu entdecken gibt. Um euch bei der Reiseplanung zu helfen, habe ich die zehn beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten dieser Region zusammengestellt.

Inhaltsangabe

Zusammengefasst: 10x Sehenswürdigkeiten in der Normandie

Campt ihr zum ersten Mal in der Normandie? Dann sind dies die zehn wichtigsten Sehenswürdigkeiten: Der Mont Saint-Michel, die D-Day-Landungsstrände, die weißen Kreidefelsen von Étretat, der amerikanische Soldatenfriedhof in der Normandie, Monets Haus in Giverny, der Fallschirmspringer am Kirchturm in Sainte-Mère-Église, das malerische Honfleur, die beeindruckende Natur der Normannischen Schweiz, das mittelalterliche Caen und das charmante Seebad Dieppe.

Was ist so besonders an der Normandie?

Die Normandie wird bei vielen unweigerlich mit dem Zweiten Weltkrieg in Verbindung gebracht – insbesondere die Ereignisse des D-Days mit der nächtlichen Landung von Tausenden Fallschirmjägern hinter feindlichen Linien, gefolgt von den Landungen an den Invasionsstränden. In den Wochen danach folgte die Schlacht um die Normandie. Wenn ihr hier Urlaub macht, werdet ihr feststellen, dass an vielen Orten noch Erinnerungen an diese intensive Zeit vorhanden sind.

Was die Normandie so besonders macht, sind die Kontraste. In einem Moment spaziert ihr entlang historischer Stätten, im nächsten Moment entlang eines malerischen alten Hafens oder eines außergewöhnlichen Bauwerks wie dem Mont Saint-Michel. Genau das macht einen Campingurlaub in der Normandie so abwechslungsreich – und dadurch bestens geeignet für die ganze Familie..

Campingplätze in der Normandie

Wie viele Tage brauche ihr für die Normandie?

Wie viele Urlaubstage ihr in der Normandie braucht, hängt natürlich auch davon ab, was ihr alles sehen und unternehmen wollt. Um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf eine entspannte Weise zu erkunden, empfehlen wir es, sich mindestens eine Woche Zeit zu nehmen.

Mit einer Woche habt ihr auch noch genügend Zeit, um auch etwas auf dem Campingplatz entspannen zu können. Aber wenn ihr auf einem normannischen Campingplatz wirklich vollkommen zur Ruhe kommen möchtet, solltet ihr besser einen längeren Urlaub wählen.

Top 10 Sehenswürdigkeiten

Jeder Teil der Normandie hat seinen ganz eigenen Charme und seine eigene Geschichte. Macht ihr das erste Mal Urlaub hier? Dann sind die folgenden Orte absolute Must-Sees:

#1: Die Gezeiteninsel Mont Saint-Michel

Schafe grasen vor der Gezeiteninsel Mont Saint-Michel

Mont Saint-Michel: Auf dieser besonderen Insel wohnen noch etwa 30 Menschen.

Diese Insel ist nicht nur eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Normandie, sondern sogar ganz Frankreichs. Umgeben von einer der stärksten Gezeiten Europas, den Gezeiten des Atlantischen Ozeans, verändert sich die Insel durch Ebbe und Flut dramatisch. Je nach Gezeiten ist sie deshalb manchmal eine Insel und manchmal mit dem Festland verbunden.

Hoch oben auf der Insel thront die beeindruckende Abtei von Mont Saint-Michel, die im 8. Jahrhundert gegründet wurde. Dieses UNESCO-Weltkulturerbe zieht jährlich Millionen Besucher an. Unabhängig von den Gezeiten ist die Insel über eine Fußgängerbrücke erreichbar. Dieser Ort ist nicht nur ein echter Touristen-Magnet, sondern auch das Zuhause von aktuell etwa 30 Menschen.

Neben historischen Bauwerken gibt es auch zahlreiche Läden und Boutiquen. Und wenn euch der Hunger packt, könnt ihr in einem der Restaurants lokale Spezialitäten genießen. Probiert zum Beispiel das berühmte Omelette von La Mère Poulard.

#2: Landungsstrände des D-Days

Amerikanischer Panzer vor dem Museum bei Omaha Beach

Ein amerikanischer Panzer vor den Dünen des Omaha Beach.

Bei Normandie denkt man häufig sofort an den Zweiten Weltkrieg – an den D-Day, um genau zu sein: die alliierte Invasion des besetzten Frankreichs am 6. Juni 1944. An diesem Tag landeten Tausende von Amerikanern, Briten und Kanadiern gegen 06:30 Uhr an der normannischen Küste. Einige Stunden zuvor, im Schutz der Nacht, sprangen Fallschirmspringer hinter die feindlichen Linien, um strategische Ziele auszuschalten und den Angriff zu unterstützen.

Diese Strände, die die Codenamen Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword trugen, ziehen jährlich viele Besucher an, die den Soldaten gedenken möchten, die für die Befreiung Europas gekämpft haben. Entlang der Küste gibt es zahlreiche Museen, Monumente und Friedhöfe, die die Geschichte der Landungen und der darauffolgenden Schlacht um die Normandie erzählen.

#3: Die weißen Kreidefelsen von Étretat

Ausblick vom Strand auf die Kreidefelsen von Ètretat

Die meterhohen Kreidefelsen sind eine sehr fotogene Sehenswürdigkeit in der Normandie.

Die weißen Kreidefelsen von Étretat sind für ihre hoch aufragenden, vertikalen Formationen bekannt. Diese natürlichen Monumente, die über Millionen Jahre hinweg durch Erosion von Wasser und Wind entstanden sind, bieten eine außergewöhnliche Landschaft entlang der Alabasterküste (Côte d’Albâtre) der Normandie.

Die bekanntesten Formationen sind die Porte d’Aval, ein riesiger Bogen aus Kreidefelsen, der ins Meer hinausführt, und die Aiguille, ein steiler Fels, der in Form einer Nadel spitz aus dem Wasser emporragt. Dieser natürliche Bogen und der obeliskartige Fels ziehen sowohl Künstler als auch Fotografen und Naturliebhaber an.

Wollt ihr hier auch ein einzigartiges Foto machen? Bedenkt, dass die Parkplatzsuche in der Hochsaison manchmal zur Geduldsprobe werden kann. Zum Glück gibt es am Strand von Place du Général De Gaulle einen kostenpflichtigen Parkplatz. Für eine kostenlose Parkplatzalternative könnt ihr in den Vororten von Étretat auf die Suche gehen. Zudem gibt es im Norden von Étretat, auf den Gipfeln der Klippen von Falaise d’Amont einen weiteren Parkplatz.

#4: Normandy American Cemetery

Reihen weißer Grabkreuze im Normandy War Cemetery

Das Normandy War Cemetery mit Blick auf den Omaha Beach an der Atlantikküste.

Wir kehren zurück in die ergreifende Atmosphäre des Zweiten Weltkriegs. Der Normandy American Cemetery ist die letzte Ruhestätte von mehr als 9.000 amerikanischen Soldaten, die während der Invasion der Normandie ihr Leben ließen. Die weißen Marmorkreuze und Davidsterne in unzähligen Reihen, erinnern die Besucher an den Preis des Friedens.

Wollt ihr mehr über die Invasion erfahren? Im Besucherzentrum werden die Geschichten der Soldaten, ihre Mission und der historische Kontext durch persönliche Fotos, Karten und Gegenstände vermittelt. Auf dem Gelände befinden sich auch die „Walls of the Missing“, auf diesen sind die Namen von mehr als 1.500 Soldaten eingraviert, die nie gefunden wurden. Ein zutiefst bewegender Ort!

#5: Das Haus von Monet (Giverny): eine Inspiration für Maler

Der Giebel des Haues Monets mit Blumenpracht im Vordergrund

Für Kunstliebhaber lohnt sich der Besuch des Hauses von Monet besonders.

Das beschauliche Dorf Giverny ist weltweit bekannt als die Heimat von Claude Monet, einem der bekanntesten impressionistischen Maler. Monet lebte von 1883 bis zu seinem Tod im Jahr 1926 in Giverny. Die wunderschönen Gärten und die farbenfrohe Landschaft des Dorfes dienten als Inspiration für einige seiner berühmtesten Werke darunter die Seerosen-Serie und die Gemälde der japanischen Brücke.

Heutzutage ist Monets Haus ein Museum, das Besucher willkommen heißt, um durch die berühmten Gärten zu schlendern. Spaziert auch entlang des Seerosen-Teichs mit der ikonischen japanischen Brücke. Es ist fast so, als würdet ihr durch ein lebendes Gemälde wandern!

Monets Haus ist vom 01. April bis zum 31. Oktober täglich zwischen 09.30 Uhr und 18.00 Uhr geöffnet, mit dem letzten Einlass um 17.30 Uhr.

#6: Fallschirm am Kirchturm in Sainte-Mère-Église

Eine Puppe mit Fallschirm hängt am Kirchturm von Sainte-Merè-Église

Der Fallschirmjäger John Steele hing stundenlang am Kirchturm von Sainte-Merè-Église während des D-Days.

Der Ort Sainte-Mère-Église ist für ein besonderes Ereignis während des D-Days bekannt geworden. Alles hängt mit der Geschichte von John Steele, einem amerikanischen Fallschirmspringer, zusammen. Steele, dessen Fallschirm an dem Kirchturm hängen blieb, hing dort stundenlang, während die Kämpfe unter seinen Füßen weitergingen. Er stellte sich tot, um nicht gefangen genommen oder getötet zu werden.

Sainte-Mère-Église beheimatet auch das Airborne Museum, das zum Gedenken an die Fallschirmspringer während der Invasion der Normandie gewidmet ist. Wollt ihr mehr über den D-Day erfahren? Dann stattet diesem Museum auf jeden Fall einen Besuch ab. Hier erfahrt ihr alles über die Operationen der alliierten Luftlandungstruppen, einschließlich persönlicher Geschichten, militärischer Ausrüstungen und interaktiver Ausstellungen.

#7:Das malerische Hafenörtchen Honfleur

Boote im Hafen von Honfleur

Der alte Hafen von Honfleur lohnt sich bestens, um auf einer Terrasse den Ausblick zu genießen.

Das Hafenstädten Honfleur, an der Mündung der Seine gelegen, ist für seinen alten Hafen mit seinen farbenfrohen Fassaden und schmalen, gepflasterten Straßen bekannt. Schlendert an einem sonnigen Tag durch das berühmte Vieux Bassin, mit seinen unverwechselbaren Cafés, Galerien und Boutiquen. Tipp: Genießt den Ausblick auf den Hafen auf einer der Terrassen!

Ein auffallendes Kennzeichen von Honfleur ist die Église Sainte-Catherine, die größte Holzkirche in Frankreich, die durch Schiffsbauer im 15. Jahrhundert gebaut wurde. Diese Kirche, mit ihrer einzigartigen, werftähnlichen Struktur und den zwei getrennten Glockentürmen, ist ein beeindruckendes Meisterwerk der Baukunst.

Als Kunstliebhaber kommt man im Musée Eugène Boudin auf seine Kosten, das nach dem in Honfleur geborenen Vorreiter des Impressionismus benannt ist. Hier kann man eine Sammlung von Werken lokaler Künstler betrachten, die die Atmosphäre von Honfleur auf der Leinwand festhielten.

#8: Die Berge der Normannischen Schweiz

Ausblick auf die Brücke zwischen den Hügeln der normannischen Schweiz

Outdoorfans kommen in der normannischen Schweiz voll auf ihre Kosten.

Die Normannische Schweiz (Suisse Normande), gelegen zwischen den Flüssen Orne und Vire, verdankt ihren Namen der Ähnlichkeit mit der Landschaft der Schweiz. Es ist eine Region, die von den Flüssen geformt wurde, wobei tiefe Täler ausgewaschen wurden. Grüne Täler, steile Klippen und unwegsames Gelände machen sie zu einem Paradies für Camper, die ihre Strandtage und Ausflüge gerne mit aktiven Tagen in der Natur abwechseln.

Die Gipfel der Suisse Normande erreichen bis zu 300 Meter. Das macht das Gebiet nicht wirklich bergig, aber aufgrund der Höhenunterschiede erinnert es dennoch an die Schweizer Alpen. Eine der beeindruckendsten Felsformationen ist die Rochers des Parcs, eine Reihe hoher Klippen, die einen schönen Blick auf die Umgebung bieten.

Seid ihr Wanderfans? Dann nehmt die Route des Crêtes, mit Wegen, die entlang der Klippenränder, durch Wälder und über Hügelgipfel führen. Auch Wassersportliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Mietet ein Kanu, ein Kajak oder nehmt eure Angel mit und genießt einen Tag am Fluss.

#9: Caen: 1.000 Jahre Geschichte

Ausblick auf die Kathedrale von Caen

Caen war der Sitz von Willem dem Eroberer, bevor er 1066 König von England wurde.

Willkommen in Caen, einer Stadt mit Wurzeln, die bis ins Mittelalter zurückreichen. Die Stadt war die Heimat von Wilhelm dem Eroberer, Herzog der Normandie, bevor er 1066 König von England wurde. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, doch einige historische Gebäude sind erhalten geblieben. Diese Bauwerke bilden einen besonderen Kontrast zur restlichen Stadt, die nach dem Krieg komplett wiederaufgebaut wurde.

Eine wichtige Sehenswürdigkeit ist das Château de Caen, eine der größten mittelalterlichen Festungen Europas. In diesem Schloss befinden sich mehrere Museen, darunter das Musée des Beaux-Arts de Caen und das Musée de Normandie.

Die Abbaye aux Hommes und die Abbaye aux Dames, beide von Wilhelm dem Eroberer und seiner Frau Mathilde gegründet, sind weitere historische Bauwerke. Diese Abteien sind bekannt für ihre wunderschöne Architektur und dienen als letzte Ruhestätte ihrer Gründer.

#10: Dieppe, der älteste Badeort Frankreichs

Boote im Hafen von Dieppe

Der Badeort Dieppe ist eine beliebtes Reiseziel im Sommer für Pariser.

Dieppe ist eine gemütliche, lebendige Hafenstadt, in der man wunderbar auf der Terrasse verweilen kann. Sie war der erste Badeort Frankreichs und ist zudem einer der nächstgelegenen Strände von Paris, was sie zu einem beliebten Ziel für Pariser macht, die sich am Meer entspannen möchten..

Die Stadt ist bekannt für ihre schönen Kiesstrände, den prächtigen Yachthafen und als wichtiges Zentrum für Fischerei und Handel. Sie hat auch historische Bedeutung: Dieppe spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte Kanadas, da viele Franzosen von diesem Hafen aus aufbrachen, um das Land zu kolonisieren.

Ein weiterer Grund, diese Stadt zu besuchen, ist das Drachenfestival, das hier alle zwei Jahre im September stattfindet. Dieses Festival gehört sogar zu den 300 größten Veranstaltungen der Welt! Ein schönes Spektakel, das ihr besuchen könnt, wenn ihr zu dieser Zeit auf einem Campingplatz in der Normandie seid. Kurz gesagt, in dieser kleinen Stadt gibt es viel zu erleben.

Habt ihr noch Tipps für einen Besuch in der Normandie? Lasst es uns in den Kommentaren gerne wissen!

  • Autor: Roy
  • Meine Lieblingsurlaubsziele sind Orte mit einer faszinierenden Geschichte und schöner Natur. Gerne gehe ich den einen Tag durch ein Museum und den anderen Tag durch Hügel oder entlang einer rauen Küstenlinie. Am liebsten bin ich in den Vereinigten Staaten, im Vereinigten Königreich und in Skandinavien im Urlaub.

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